Sours · Gin · IBA-offiziell

White Lady

Klar und hell: Die White Lady ist ein Gin Sour, der mit Orangenlikör statt Zucker gesüßt wird. Wacholder und Bitterorange treffen auf spritzige Zitrone, etwas Eiweiß sorgt auf Wunsch für einen seidigen Abschluss.

4,4Redaktionswertung
Geschmack4,4
Balance4,4
Einfachheit4
Beliebtheit60
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  • GlasCocktailglas
  • TechnikGeschüttelt
  • SchwierigkeitEinfach
  • Zeit3 Min.
  • StärkeMittel (ca. 24 % vol)
  • HerkunftVereinigtes Königreich, 1920s
Zum Rezept ↓
White Lady Cocktail

Zutaten

1

Garnitur: Zitronenzeste · Eis: Ohne Eis serviert

Zubereitung

  1. Ein Cocktailglas vorkühlen.
  2. Gin, Triple Sec, Zitronensaft und gegebenenfalls Eiweiß in den Shaker geben.
  3. Mit Eiweiß zuerst etwa 15 Sekunden ohne Eis trocken schütteln.
  4. Eis dazugeben und 10 bis 12 Sekunden kräftig schütteln.
  5. Doppelt in das gekühlte Glas abseihen und mit einer Zitronenzeste garnieren.

Zubereitung im Video

White Lady

Geschmack

Frisch und klar, mit spritziger Zitrone, süßer Bitterorange und trockenem Wacholderrückgrat. Mit Eiweiß wird er weicher und seidiger.

Geschichte und Herkunft

Die White Lady wird meist mit Harry MacElhone verbunden, dem schottischen Barkeeper, der später mit Harry's New York Bar in Paris berühmt wurde. Nach der verbreitetsten Darstellung enthielt seine erste White Lady, um 1919 in London gemixt, Crème de Menthe mit Triple Sec und Zitrone, und später ersetzte er den Minzlikör durch Gin, die Version, die bis heute überlebt hat.

Harry Craddocks Savoy Cocktail Book von 1930 druckte eine White Lady aus Gin, Cointreau und Zitrone, und die American Bar im Savoy erhebt eigene Ansprüche auf den Drink. Im selben Buch steht ein fast identisches Rezept als Delilah, weshalb beide Namen oft zusammen genannt werden. Der Drink gehört zur Sidecar-Familie der mit Orangenlikör gesüßten Sours, und die International Bartenders Association führt ihn bei den Unforgettables.

Tipps vom Barkeeper

  • Cointreau ergibt einen klareren, trockeneren Drink als süßerer, günstiger Triple Sec; beim Wechsel die Zitrone anpassen.
  • Ohne Eiweiß etwas kräftiger schütteln, dann bildet sich eine feine Schicht winziger Bläschen.
  • Frische Zitrone ist Pflicht, sie ist die einzige saure Komponente im Drink.

Varianten

Delilah
Unter diesem Namen steht im Savoy Cocktail Book ein fast identischer Sour aus Gin, Cointreau und Zitrone.

Häufige Fragen

Ist White Lady dasselbe wie Delilah?

Praktisch ja. Das Savoy Cocktail Book von 1930 führt einen Delilah aus Gin, Cointreau und Zitrone, dieselbe Formel wie die heutige White Lady.

Gehört Eiweiß in die White Lady?

Im IBA-Rezept nicht, viele Bars geben aber etwas Eiweiß für eine weichere Textur und Schaum dazu.

Wer hat die White Lady erfunden?

Meist wird Harry MacElhone genannt, der von Crème de Menthe auf Gin umgestiegen sein soll, doch auch die American Bar im Savoy beansprucht den Drink.

Der passende Sound

Swing der 30er

Weiße Handschuhe und glänzendes Parkett in einer Grand Hotel Bar.

  1. Begin the BeguineArtie Shaw Spotify YouTube
  2. It Don't Mean a Thing (If It Ain't Got That Swing)Duke Ellington Spotify YouTube
  3. Puttin' On the RitzFred Astaire Spotify YouTube

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