Drei Zutaten, gleiche Mengen, kein Zitrus. Der Angel Face schmeckt nach reifer Aprikose und Bratapfel auf trockenem Gin, und hinter dem unschuldigen Namen steckt ein ernsthaft starker Drink.
3,7Redaktionswertung
Geschmack3,8
Balance3,6
Einfachheit3,8
Beliebtheit22
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Garnitur: Keine (optional Zitronenzeste, wird entfernt) · Eis: Ohne Eis serviert
Zubereitung
Ein Cocktailglas vorkühlen.
Gin, Apricot Brandy und Calvados in einen mit Eis gefüllten Shaker geben.
10 bis 12 Sekunden kräftig shaken.
Doppelt in das gekühlte Glas abseihen.
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Zubereitung im Video
Angel Face
Geschmack
Reife Aprikose und roter Apfel über trockenem Wacholder, mit wärmendem, spirituosenbetontem Abgang. Eher fruchtig als süß und deutlich kräftig.
Geschichte und Herkunft
Der Angel Face steht in Harry Craddocks "The Savoy Cocktail Book", 1930 in London erschienen und eines der einflussreichsten Barbücher des 20. Jahrhunderts. Craddock leitete die American Bar im Savoy Hotel, und sein Buch versammelte eigene Drinks ebenso wie beliebte Rezepte der Zeit. Ob er den Angel Face selbst erfunden hat, ist nicht überliefert.
Der Drink folgt einem typischen Muster seiner Zeit: Gin mit Obstbränden und Likören statt mit Zitrus. Manchmal wird er mit der Prohibitionszeit in Verbindung gebracht, belegt ist aber das Savoy-Buch als Quelle. Die International Bartenders Association führt den Angel Face unter ihren "Unforgettables", mit Gin, Apricot Brandy und Calvados zu gleichen Teilen.
Tipps vom Barkeeper
Mit "Apricot Brandy" ist in klassischen Rezepten meist ein Aprikosenlikör gemeint. Nimm einen, der nach echter Frucht schmeckt und nicht zu zuckrig ist.
Obwohl kein Saft drin ist, wird der Drink laut IBA geshakt. Gerührt wird er klarer und seidiger, falls dir das lieber ist.
Eine dünne Zitronenzeste, ausgedrückt und entfernt, macht die Nase frischer, ohne das Rezept zu verändern.
Varianten
Angel Face gerührt (Twist)
Rühren statt shaken, für eine klarere, dichtere Textur.