Drei Flaschen, gleiche Mengen, ein großer Eiswürfel. Der erste Schluck ist Bitterorange und Kräuter, dann bringt der Wermut Trockenfrüchte und Würze, und der Gin schneidet mit Wacholder hindurch. Kaum ein Drink gibt so viel für so wenig Aufwand.
4,8Redaktionswertung
Geschmack4,8
Balance4,8
Einfachheit4,9
Beliebtheit97
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Garnitur: Orangenzeste · Eis: Ein großer Eiswürfel
Zubereitung
Ein Rührglas mit Eis füllen.
Gin, Campari und roten Wermut hineingeben.
Etwa 20 Sekunden kalt rühren.
Auf einen großen Eiswürfel in einen Tumbler abseihen.
Eine Orangenzeste über dem Drink ausdrücken und hineingeben.
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Zubereitung im Video
Negroni
Geschmack
Bittersüß und kräuterig mit Bitterorange, Wacholder und Trockenfrüchten. Kräftig, seidig und mit langem Abgang.
Geschichte und Herkunft
Die bekannteste Geschichte verortet die Geburt des Negroni um 1919 in Florenz, im Caffè Casoni an der Via de' Tornabuoni. Graf Camillo Negroni soll den Barkeeper Fosco Scarselli gebeten haben, seinen gewohnten Americano aus Campari, rotem Wermut und Soda zu verstärken, indem er das Soda durch Gin ersetzte. Eine Orangenscheibe statt der Zitrone des Americano kennzeichnete den neuen Drink. Einzelne Details, etwa die Biografie des Grafen, sind umstritten, dennoch gilt diese Version als die anerkannte Entstehungsgeschichte.
Jahrzehntelang blieb der Negroni ein italienischer Aperitivo-Favorit, bevor er in den 2000er und 2010er Jahren zum weltweiten Liebling der Barszene wurde und unzählige Abwandlungen inspirierte. Die International Bartenders Association führt ihn unter den Unforgettables.
Tipps vom Barkeeper
Der Wermut entscheidet über den Drink: Nimm einen frischen, guten Rosso und bewahre die offene Flasche im Kühlschrank auf.
Im Rührglas gerührt wird er kälter und seidiger; direkt im Glas gebaut kräftiger und rustikaler.
Negroni lässt sich hervorragend vorbereiten: gleiche Teile in eine Flasche füllen, etwa 20 % Wasser zugeben und im Gefrierfach lagern.