Tausche im Negroni den Gin gegen Bourbon, und der Drink bekommt einen ganz anderen Charakter. Vanille und Karamell aus dem Whiskey mildern die Bitterkeit des Campari, der Wermut bringt dunkle Frucht. Ein Drink für Herbstabende und lange Gespräche.
4,6Redaktionswertung
Geschmack4,6
Balance4,5
Einfachheit4,6
Beliebtheit80
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Garnitur: Orangenzeste · Eis: Ein großer Eiswürfel
Zubereitung
Bourbon, Campari und roten Wermut in ein Rührglas mit Eis geben.
20 bis 25 Sekunden rühren.
In einen Tumbler auf einen großen Eiswürfel oder in eine vorgekühlte Coupe abseihen.
Eine Orangenzeste darüber ausdrücken und hineingeben.
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Zubereitung im Video
Boulevardier
Geschmack
Bittersüß und wärmend, mit Karamell, Vanille und Holz vom Bourbon, bitterer Orangenschale vom Campari und dunkler Frucht vom Wermut. Kräftig und samtig.
Geschichte und Herkunft
Der Boulevardier stammt aus dem Paris der 1920er Jahre. Er wird Erskine Gwynne zugeschrieben, einem amerikanischen Autor, der für Auswanderer das Magazin Boulevardier herausgab. Der Drink steht in Harry MacElhones Buch Barflies and Cocktails von 1927, dort Gwynne zugeschrieben, einem der vielen amerikanischen Stammgäste von Harry's New York Bar.
Fast das ganze 20. Jahrhundert war er beinahe vergessen und überlebte nur in alten Barbüchern. Erst die Cocktail-Renaissance und der Aufstieg des Negroni in den 2000ern holten ihn zurück. Die International Bartenders Association führt ihn als Unforgettable, mit etwas mehr Whiskey als beim Negroni zu gleichen Teilen.
Tipps vom Barkeeper
Ein kräftigerer Bourbon oder Rye mit etwa 50 % vol verhindert, dass der Whiskey untergeht.
Rye macht den Boulevardier trockener und würziger, Bourbon runder und süßer.
Ist er dir zu bitter, erhöhe den Whiskey auf 60 ml, also 2 zu 1 zu 1.