Etwas Johannisbeerlikör ins kalte Glas, mit frischem weißem Burgunder auffüllen, und schon färbt sich alles zartrosa. Einfacher wird ein Aperitif kaum, und mit gutem Wein schmeckt der Kir nach reifen schwarzen Beeren und lebendiger Säure zugleich.
3,9Redaktionswertung
Geschmack3,9
Balance3,9
Einfachheit4,9
Beliebtheit55
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Mit dem kalten Weißwein auffüllen; beim Eingießen vermischt sich alles von selbst.
Sofort und ohne Garnitur servieren.
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Zubereitung im Video
Kir
Geschmack
Frisch und trocken mit reifer Johannisbeersüße und heller Säure. Leicht, alkoholarm und ein echter Aperitif.
Geschichte und Herkunft
Weißwein mit Johannisbeerlikör trank man im Burgund lange bevor der Drink einen berühmten Namen hatte; dort hieß er schlicht Blanc-Cassis. Seinen heutigen Namen verdankt er Félix Kir, einem katholischen Kanoniker und Mitglied der Résistance, der von 1945 bis zu seinem Tod 1968 Bürgermeister von Dijon war.
Kir ließ bei offiziellen Empfängen Blanc-Cassis servieren, um zwei regionale Produkte zu fördern: den säurebetonten Weißwein aus der Aligoté-Traube und die Crème de Cassis aus der Gegend um Dijon. Die Gewohnheit wurde so eng mit ihm verbunden, dass der Drink seinen Namen bekam. Die IBA führt ihn als zeitgenössischen Klassiker, bekannteste Variante ist der Kir Royal mit Champagner.
Tipps vom Barkeeper
Einen säurebetonten Weißwein ohne Holz nehmen. Aligoté ist traditionell, ein Chardonnay im Chablis-Stil oder ein trockener Muscadet passen auch.
Sparsam mit Cassis umgehen. Das IBA-Verhältnis von 1 zu 9 hält den Kir als Aperitif schlank.
Eine gute Crème de Cassis mit hohem Fruchtanteil kaufen und nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern.