Der erste Schluck geht durch ein Kissen aus kaltem Schaum, dann kommt der Traubenbrand, blumig und hell, mit spritziger Säure dahinter. Ein paar dunkle Tropfen Angostura obendrauf bringen Würze in jeden Schluck.
4,6Redaktionswertung
Geschmack4,7
Balance4,6
Einfachheit3,6
Beliebtheit82
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Garnitur: Drei Tropfen Angostura · Eis: Ohne Eis serviert
Zubereitung
Pisco, Zitrussaft, Zuckersirup und Eiweiß in den Shaker geben.
10 Sekunden ohne Eis schütteln.
Eis dazugeben und 12 bis 15 Sekunden kräftig schütteln.
In eine vorgekühlte Coupette oder ein kleines Weinglas abseihen.
Den Schaum kurz setzen lassen und drei Tropfen Angostura daraufgeben.
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Zubereitung im Video
Pisco Sour
Geschmack
Frisch, säuerlich und leicht süß, mit dem blumigen Traubencharakter des Pisco. Das Eiweiß macht ihn seidig und rundet die Säure ab.
Geschichte und Herkunft
Die am besten belegte Geschichte führt ins Lima des frühen 20. Jahrhunderts. Der nach Peru ausgewanderte Amerikaner Victor Vaughen Morris betrieb dort die Morris' Bar, und seine Gäste tranken einen einfachen Sour aus Pisco, Limette und Zucker. Einer verbreiteten Darstellung zufolge verfeinerte sein Barkeeper Mario Bruiget den Drink später mit Eiweiß und Angostura und gab ihm damit die heutige Form.
Auch Chile beansprucht den Pisco und den Pisco Sour für sich, der Streit zwischen beiden Ländern ist alt und leidenschaftlich. Chilenische Versionen werden meist mit chilenischem Pisco und oft ohne Eiweiß gemixt. In Peru ist der Drink ein Nationalsymbol und hat jedes Jahr im Februar einen eigenen Feiertag.
Tipps vom Barkeeper
Für das klassische Profil einen nicht aromatischen peruanischen Pisco wie Quebranta nehmen, ein aromatischer Italia macht den Drink blumiger.
Die Süße an die Zitrusfrucht anpassen: Kleine Limetten sind schärfer als Zitronen, also probieren und den Sirup um 5 ml korrigieren.
Mit einem Cocktailspieß durch die Bitters-Tropfen ziehen, so entsteht ein kleines Muster im Schaum.
Varianten
Chilenischer Pisco Sour
Mit chilenischem Pisco und Zitrone, meist ohne Eiweiß und Bitters, dadurch leichter und spitzer.
Maracuyá Sour
Beliebte peruanische Variante, bei der ein Teil des Zitrussafts durch Maracujasaft ersetzt wird.
Häufige Fragen
Kommt der Pisco Sour aus Peru oder Chile?
Beide Länder beanspruchen ihn. Die früheste gut belegte Version stammt aus der Morris' Bar in Lima, Chile hat aber eine eigene lange Tradition.
Ist das Eiweiß roh?
Ja, rohes Eiweiß wird für den Schaum mitgeschüttelt. Nimm sehr frische Eier oder alternativ pasteurisiertes Eiweiß beziehungsweise Aquafaba.
Zitrone oder Limette?
Die IBA-Spezifikation nennt Zitronensaft, in Peru nimmt man die kleinen, sauren heimischen Limetten. Beides funktioniert gut.