Frische Orange und trockener Gin, dann ein überraschendes Aufblitzen von Anis und ein rosiger Schimmer Granatapfel. Farblich erinnert er an Frühstückssaft, geschmacklich steckt deutlich mehr dahinter.
3,9Redaktionswertung
Geschmack4
Balance3,9
Einfachheit3,8
Beliebtheit45
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2 SpritzerGrenadine am besten selbst gemacht aus Granatapfel
Garnitur: Orangenzeste · Eis: Ohne Eis serviert
Zubereitung
Eine Cocktailschale vorkühlen.
Gin, Orangensaft, Absinth und Grenadine in einen Shaker mit Eis geben.
Etwa 12 Sekunden kräftig schütteln.
Doppelt in die gekühlte Schale abseihen und mit einer Orangenzeste garnieren.
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Zubereitung im Video
Monkey Gland
Geschmack
Fruchtig und zitrusbetont mit trockenem Gin, einem Hauch Anis und leichter Granatapfelsüße. Mittlerer Körper, mäßig stark.
Geschichte und Herkunft
Den Monkey Gland erfand in den 1920er Jahren Harry MacElhone, der Besitzer von Harry's New York Bar in Paris. Der seltsame Name spielt auf den Chirurgen Serge Voronoff an, der damals berühmt wurde, weil er Männern Gewebe aus Affenhoden transplantierte, um ihnen Jugend und Kraft zurückzugeben. Die Presse berichtete ausführlich über die Methode, und MacElhone hatte einen provokanten Namen für einen neuen Drink.
Der Cocktail selbst ist deutlich seriöser als sein Namensgeber: ein schlichter Drink aus Gin und Orangensaft, dem kleine Mengen Absinth und Grenadine Tiefe geben. Manche Rezepte ersetzen den Absinth durch Pastis oder Bénédictine. Die International Bartenders Association führt den Monkey Gland unter den Unforgettables.
Tipps vom Barkeeper
Die IBA sieht nur Tropfen Absinth und Grenadine vor; viele Barleute nehmen bis zu einem Barlöffel Grenadine für mehr Farbe und Süße.
Den Orangensaft frisch pressen; sind die Orangen sehr süß, bringen Blutorangen oder ein paar Tropfen Zitrone mehr Frische.
Das Glas mit Absinth ausschwenken statt ihn mitzuschütteln: Das Anisaroma wird feiner und weniger dominant.
Varianten
Monkey Gland mit Bénédictine
Eine frühe Variante ersetzt den Absinth durch Bénédictine und bekommt so eine honigartige Kräuternote.
Monkey Gland mit Pastis
Pastis statt Absinth ergibt einen weicheren, runderen Anisgeschmack.
Häufige Fragen
Warum heißt der Drink Monkey Gland?
Der Name bezieht sich auf Serge Voronoff, einen Chirurgen, der in den 1920er Jahren Affendrüsengewebe verpflanzte, um Patienten zu verjüngen.
Geht ein Monkey Gland auch ohne Absinth?
Ja. Pastis oder Bénédictine sind klassische Alternativen, der Drink verliert aber etwas von seinem Anischarakter.
Wer hat den Monkey Gland erfunden?
Er wird Harry MacElhone von Harry's New York Bar in Paris zugeschrieben, in den 1920er Jahren.
Der passende Sound
Pariser Kabarett der 20er
Frecher Glamour in einem Kabarett auf dem Montmartre.