Tiki-Drinks sind meist süß und würzig, dieser hier hat eine bittere Kante. Campari schneidet durch reife Ananas und dunklen Melasserum, und kräftiges Shaken sorgt für eine leichte Schaumkrone.
4,4Redaktionswertung
Geschmack4,5
Balance4,3
Einfachheit4,2
Beliebtheit55
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Garnitur: Ananasstück und Ananasblätter · Eis: Eiswürfel
Zubereitung
Dunklen Rum, Campari, Ananassaft, Limettensaft und Demerarasirup in den Shaker geben.
Mit Eis füllen und 12 bis 15 Sekunden kräftig shaken, damit ein leichter Schaum entsteht.
In einen großen Tumbler auf frische Eiswürfel abseihen.
Mit einem Ananasstück und ein paar Ananasblättern garnieren.
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Zubereitung im Video
Jungle Bird
Geschmack
Reife Ananas und dunkler Melasserum treffen auf die bittere Orange des Campari, Limette hält alles frisch. Fruchtig, bittersüß und mittelstark.
Geschichte und Herkunft
Der Jungle Bird stammt aus der Aviary Bar des Kuala Lumpur Hilton in Malaysia, wo er nach der Eröffnung des Hotels in den 1970er Jahren als Willkommensdrink serviert wurde. Als Erfinder gilt meist der damalige Barchef Jeffrey Ong, und der Name passte zur Vogel-Thematik der Bar.
Danach geriet er lange in Vergessenheit. Der Tiki-Historiker Jeff "Beachbum" Berry nahm ihn 2002 in sein Buch "Intoxica" auf, und im folgenden Jahrzehnt überarbeitete der New Yorker Barkeeper Giuseppe González das Rezept mit Blackstrap-Rum und weniger Ananassaft. Dadurch wurde er kräftiger und bitterer, und in dieser Form wurde der Jungle Bird zu einem der beliebtesten Drinks der Tiki-Renaissance.
Tipps vom Barkeeper
Blackstrap oder ein kräftiger Jamaika-Rum gibt dem Drink Tiefe. Mit hellem Rum wird er dünn und zu Campari-lastig.
Frischer Ananassaft schäumt viel besser als Saft aus dem Tetrapack.
Zu bitter? Lieber 5 ml mehr Demerarasirup nehmen, als den Campari zu reduzieren.
Varianten
Original im Stil der 70er
Mit deutlich mehr Ananassaft, etwa 120 ml, als langer, fruchtigerer Drink wie damals in Kuala Lumpur.
Aperol Jungle Bird
Eine einfache Abwandlung: Aperol statt Campari, leichter, süßer und weniger bitter.
Häufige Fragen
Woher kommt der Jungle Bird?
Aus der Aviary Bar des Kuala Lumpur Hilton in Malaysia, wo er in den 1970er Jahren entstand.
Welcher Rum passt am besten?
Ein dunkler, kräftiger Rum. Blackstrap oder dunkler Jamaika-Rum hält gegen den Campari am besten.
Ist der Jungle Bird bitter?
Angenehm bitter. Campari bringt eine klare Bitternote, Ananas und Sirup halten aber die Balance.
Der passende Sound
Tiki Lounge der 1970er aus Malaysia
Bitteres Dschungelabenteuer mit tropischem Leuchten.