Frisch geriebene Muskatnuss steigt dir zuerst in die Nase, danach kommen melassiger Rum und eine klare Zitronennote. Kurz, wärmend und einfach: So mischten Seeleute und Siedler, lange bevor jemand von Cocktails sprach.
3,3Redaktionswertung
Geschmack3,4
Balance3,2
Einfachheit4,1
Beliebtheit8
Leserwertung: Noch keine Leserwertungen. Sei der Erste.
Garnitur: Frisch geriebene Muskatnuss · Eis: Ohne Eis serviert
Zubereitung
Eine Coupette kalt stellen.
Rum, Zitronensaft, Grenadine und Zuckersirup mit Eis in den Shaker geben.
10 bis 12 Sekunden kräftig schütteln.
In die gekühlte Coupette abseihen.
Frische Muskatnuss darüber reiben.
Link kopiert
Zubereitung im Video
Bumbo
Geschmack
Kräftig und würzig mit frischem Zitronenabgang. Recht stark, der Rum steht klar im Vordergrund.
Geschichte und Herkunft
Bumbo, auch Bombo oder Bumboo geschrieben, war im 18. Jahrhundert im britisch geprägten Atlantikraum weit verbreitet: in der Karibik, in den nordamerikanischen Kolonien und auf Schiffen. Im Kern bestand er aus Rum, Wasser, Zucker und Muskat, manchmal kam Zitrusfrucht dazu. Damit gehört er zur selben Familie wie Grog und Punsch.
Der Drink war günstig, denn Rum gab es dort, wo Zucker produziert wurde, reichlich, und Muskat brachte einen Hauch Luxus ins Glas. Feste Rezepte gab es nie. Diese moderne Version schüttelt den Rum mit Zitrone und etwas Grenadine und serviert ihn kalt. Wie ein Toddy lässt er sich aber auch heiß mit Wasser zubereiten.
Tipps vom Barkeeper
Ein dunkler Rum aus Jamaika oder Guyana bringt die Melassetiefe, auf der die alten Rezepte beruhen.
Muskat immer frisch reiben, gemahlenes Pulver schmeckt staubig.
Heiß: Rum, Zucker und Zitrone in einem Becher mit heißem Wasser aufgießen und mit Muskat bestäuben.
Varianten
Heißer Bumbo
Rum, Zucker, Zitrone und heißes Wasser im Becher, mit Muskat: näher am historischen Toddy-Stil.