Zwei Spirituosen klingen nach viel, doch Limette und reichlich feuriges Ginger Beer machen daraus einen frischen, würzigen Longdrink. Aromatische Bitters und ein Minzzweig obendrauf sorgen dafür, dass er so frisch duftet, wie er schmeckt.
4,2Redaktionswertung
Geschmack4,3
Balance4,2
Einfachheit4
Beliebtheit35
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Garnitur: Minzzweig und Orangenscheibe · Eis: Eiswürfel
Zubereitung
Cognac, Gin, Limettensaft und Bitters mit Eis in den Shaker geben.
Kurz, etwa 8 Sekunden, schütteln, um alles zu kühlen.
In ein Highballglas auf frisches Eis abseihen.
Mit kaltem Ginger Beer auffüllen und einmal vorsichtig umrühren.
Mit einem Minzzweig und einer Orangenscheibe garnieren.
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Zubereitung im Video
Suffering Bastard
Geschmack
Würzig und erfrischend mit Ingwerschärfe, frischer Limette, Wacholder und weicher Brandy-Rundung. Mittelstark, lang und leicht zu trinken.
Geschichte und Herkunft
Den Suffering Bastard erfand Joe Scialom, Chefbarkeeper der Long Bar im Shepheard's Hotel in Kairo, während des Zweiten Weltkriegs. Das Hotel war Treffpunkt britischer Offiziere, und der Drink soll als Mittel gegen den Kater entstanden sein. Den Namen, so heißt es, verdankt er den Offizieren, die ihn bestellten.
Scialoms Drink verband Gin und Brandy mit Limette, Bitters und Ginger Beer. Er wurde weit über Ägypten hinaus bekannt, und Scialom schuf später Varianten wie den Dying Bastard und den Dead Bastard. Das Shepheard's Hotel selbst brannte bei den Unruhen in Kairo im Januar 1952 ab.
In der Tiki-Ära nutzte Trader Vic den Namen für einen ganz anderen Rumdrink, was bis heute für Verwirrung sorgt. Die International Bartenders Association führt den Originalstil unter ihren New Era Drinks.
Tipps vom Barkeeper
Nimm ein scharfes, nicht zu süßes Ginger Beer, es trägt den ganzen Drink.
Schlag den Minzzweig vor dem Garnieren kurz zwischen den Händen, dann entfaltet er sein Aroma.
Viele Bars nehmen heute Bourbon statt Cognac, das macht ihn etwas süßer und vanilliger.
Varianten
Dying Bastard
Scialoms stärkerer Nachfolger mit zusätzlichem Bourbon zu Brandy und Gin.
Suffering Bastard mit Bourbon
Bourbon statt Cognac, eine beliebte moderne Version.
Häufige Fragen
Wer hat den Suffering Bastard erfunden?
Joe Scialom, Barkeeper im Shepheard's Hotel in Kairo, während des Zweiten Weltkriegs.
Ist der Suffering Bastard ein Tiki-Drink?
Das Original nicht. Später übernahmen ihn Tiki-Bars, und Trader Vic verwendete den Namen für einen anderen Rumdrink.
Geht Bourbon statt Cognac?
Ja. Bourbon ist heute verbreitet und macht den Drink süßer und vanilliger, das IBA-Rezept nennt Cognac.
Der passende Sound
Kriegszeit der 40er und Kairo
Ein wohltuendes Heilmittel in einer legendären Hotelbar in Kairo.