Garnitur: Grapefruitzeste · Eis: Ohne Eis serviert
Zubereitung
Eine Coupette kalt stellen.
Gin, gelbe Chartreuse, Grapefruitsaft, Zitronensaft und Zuckersirup mit Eis in den Shaker geben.
12 Sekunden kräftig schütteln.
Doppelt in die gekühlte Coupette abseihen.
Eine Grapefruitzeste über dem Drink ausdrücken und hineingeben.
Link kopiert
Zubereitung im Video
Cloister
Geschmack
Trocken und kräutrig mit Honigsüße, bitterer Grapefruit und frischer Zitrone. Mittelstark bis stark.
Geschichte und Herkunft
Der Cloister sieht aus und schmeckt wie ein Klassiker aus der Zeit vor der Prohibition, ist aber jünger. Er wird meist auf Thomas Mario zurückgeführt, den Food- und Drinks-Redakteur des Playboy, der ihn Anfang der 1970er Jahre in einem Barbuch des Magazins veröffentlichte. Der Name spielt auf die Kartäusermönche an, die Chartreuse in ihrem Kloster in den französischen Alpen herstellen.
Jahrzehntelang war der Drink kaum bekannt. Neue Fans fand er mit der Craft-Cocktail-Bewegung, als Barkeeper gelbe Chartreuse häufiger einsetzten. Im Kern ist er ein klassischer Sour: Der Likör bringt Süße und Kräutertiefe, die Grapefruit eine schärfere, bitterere Kante, als Zitrone allein es könnte.
Tipps vom Barkeeper
Die Grapefruit frisch pressen, Saft aus der Flasche verliert die bittere Frische, die die Chartreuse ausbalanciert.
Gelbe Chartreuse ist süßer und milder als grüne, also nicht eins zu eins tauschen.
Ein wacholderbetonter London Dry Gin hält gut gegen die Kräuter.
Varianten
Mit grüner Chartreuse
10 ml grüne statt gelber Chartreuse: trockener und intensiver.
Honig-Cloister
Einfache Abwandlung: Honigsirup statt Zuckersirup, passend zur Chartreuse.
Häufige Fragen
Ist der Cloister ein alter Klassiker?
Er wirkt so, wurde aber Anfang der 1970er Jahre von Playboy-Redakteur Thomas Mario veröffentlicht.
Wie schmeckt gelbe Chartreuse?
Honigartig, kräutrig und blumig, milder und süßer als die grüne.
Geht Zitrone statt Grapefruit?
Ja, aber die bittere Frische fehlt dann. Gegebenenfalls etwas mehr Sirup nehmen.
Der passende Sound
Sakral und meditativ
Ein stiller Moment kräuteriger Ruhe in einem Klostergarten.