Sours · Gin

Cloister

Honigsüße Kräuter von der gelben Chartreuse, bitter-frische Grapefruit und ein trockenes Gin-Rückgrat. Blassgolden, klar und leise vielschichtig.

4,1Redaktionswertung
Geschmack4,2
Balance4,2
Einfachheit3,5
Beliebtheit8
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  • GlasCoupette
  • TechnikGeschüttelt
  • SchwierigkeitEinfach
  • Zeit3 Min.
  • StärkeMittel (ca. 22 % vol)
  • HerkunftVereinigte Staaten, 1970s
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Cloister Cocktail

Zutaten

1

Garnitur: Grapefruitzeste · Eis: Ohne Eis serviert

Zubereitung

  1. Eine Coupette kalt stellen.
  2. Gin, gelbe Chartreuse, Grapefruitsaft, Zitronensaft und Zuckersirup mit Eis in den Shaker geben.
  3. 12 Sekunden kräftig schütteln.
  4. Doppelt in die gekühlte Coupette abseihen.
  5. Eine Grapefruitzeste über dem Drink ausdrücken und hineingeben.

Zubereitung im Video

Cloister

Geschmack

Trocken und kräutrig mit Honigsüße, bitterer Grapefruit und frischer Zitrone. Mittelstark bis stark.

Geschichte und Herkunft

Der Cloister sieht aus und schmeckt wie ein Klassiker aus der Zeit vor der Prohibition, ist aber jünger. Er wird meist auf Thomas Mario zurückgeführt, den Food- und Drinks-Redakteur des Playboy, der ihn Anfang der 1970er Jahre in einem Barbuch des Magazins veröffentlichte. Der Name spielt auf die Kartäusermönche an, die Chartreuse in ihrem Kloster in den französischen Alpen herstellen.

Jahrzehntelang war der Drink kaum bekannt. Neue Fans fand er mit der Craft-Cocktail-Bewegung, als Barkeeper gelbe Chartreuse häufiger einsetzten. Im Kern ist er ein klassischer Sour: Der Likör bringt Süße und Kräutertiefe, die Grapefruit eine schärfere, bitterere Kante, als Zitrone allein es könnte.

Tipps vom Barkeeper

  • Die Grapefruit frisch pressen, Saft aus der Flasche verliert die bittere Frische, die die Chartreuse ausbalanciert.
  • Gelbe Chartreuse ist süßer und milder als grüne, also nicht eins zu eins tauschen.
  • Ein wacholderbetonter London Dry Gin hält gut gegen die Kräuter.

Varianten

Mit grüner Chartreuse
10 ml grüne statt gelber Chartreuse: trockener und intensiver.
Honig-Cloister
Einfache Abwandlung: Honigsirup statt Zuckersirup, passend zur Chartreuse.

Häufige Fragen

Ist der Cloister ein alter Klassiker?

Er wirkt so, wurde aber Anfang der 1970er Jahre von Playboy-Redakteur Thomas Mario veröffentlicht.

Wie schmeckt gelbe Chartreuse?

Honigartig, kräutrig und blumig, milder und süßer als die grüne.

Geht Zitrone statt Grapefruit?

Ja, aber die bittere Frische fehlt dann. Gegebenenfalls etwas mehr Sirup nehmen.

Der passende Sound

Sakral und meditativ

Ein stiller Moment kräuteriger Ruhe in einem Klostergarten.

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