Bowlen und Punsch · Rum

Blow My Skull

Dunkler Zucker in heißem Wasser gelöst, reichlich Limettensaft, dann Porter, starker Rum und Weinbrand: So wurde Punsch getrunken, bevor es den Cocktail gab. Das Porter bringt eine malzige, herbe Tiefe, die kein Saft liefern kann, und die Limette hält die ganze Bowle frisch. In kleinen Tassen servieren und den Namen als Warnung verstehen.

3,3Redaktionswertung
Geschmack3,4
Balance3,3
Einfachheit3
Beliebtheit5
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  • GlasBowlenschüssel
  • TechnikIm Glas gebaut
  • SchwierigkeitMittel
  • Zeit20 Min.
  • StärkeMittel (ca. 14 % vol)
  • HerkunftAustralien, 1800s
Zum Rezept ↓
Blow My Skull Cocktail

Zutaten

1

Garnitur: Limettenscheiben und frisch geriebene Muskatnuss · Eis: Ein großer Eiswürfel

Zubereitung

  1. Den Demerara-Zucker in einer großen Schüssel im kochenden Wasser vollständig auflösen.
  2. Den Limettensaft dazugeben und umrühren.
  3. Porter, Rum und Weinbrand zugießen und erneut rühren.
  4. Mindestens zwei Stunden im Kühlschrank kalt stellen.
  5. Über einem großen Eisblock in der Bowleschüssel servieren und in kleine Tassen schöpfen.

Zubereitung im Video

Blow My Skull

Geschmack

Vollmundig und malzig, mit Toffee vom Demerara-Zucker, spritziger Limette und wärmendem Abgang von Rum und Weinbrand. Kräftig für einen Punsch, durch das Wasser aber abgemildert.

Geschichte und Herkunft

Punsch war im 18. und frühen 19. Jahrhundert das große Geselligkeitsgetränk, serviert aus der gemeinsamen Schüssel in Tavernen, Clubs und Privathäusern im ganzen britischen Weltreich. Blow My Skull gilt als Punsch aus dem kolonialen Australien und taucht in Berichten aus New South Wales im frühen 19. Jahrhundert auf. Die Mischung aus Rum, Porter, Weinbrand, Limette und Zucker zeigt, woraus eine koloniale Punschbowle damals bestand.

Bier und Spirituosen zu mischen, war damals nichts Ungewöhnliches: Porter war billig, überall erhältlich und gab dem Punsch Körper. Moderne Versionen wie diese nutzen Navy Strength Rum, um die schweren, vollmundigen Rums jener Zeit nachzubilden.

Tipps vom Barkeeper

  • Am Vortag einen Eisblock in einer Kastenform einfrieren: Er schmilzt langsam und verwässert den Punsch kaum.
  • Die Limettenschalen vor dem Wasser mit dem Zucker verreiben, so lösen sich die Aromaöle, das nennt man Oleo Saccharum.
  • Vor dem Servieren abschmecken: Die Balance aus Limette und Zucker hängt von Rum und Porter ab.

Varianten

Halbe Menge
Alle Mengen halbieren, ergibt etwa acht kleine Gläser.
Mildere Version
Statt Navy Strength Rum einen normalen dunklen Rum mit 40 % vol nehmen und 250 ml Wasser mehr zugeben.

Häufige Fragen

Für wie viele Personen reicht das Rezept?

Etwa 2,5 Liter ohne Eis, genug für 15 bis 20 kleine Punschgläser zu 120 bis 150 ml.

Warum ist Bier im Punsch?

Porter war im 19. Jahrhundert eine übliche Punschzutat und bringt malzigen Körper und eine sanfte Bitterkeit.

Kann ich ihn warm servieren?

Ja. Einfach nicht kühlen und warm an kalten Abenden servieren, nach Zugabe des Alkohols aber nicht mehr kochen.

Der passende Sound

Irische und maritime Trinklieder

Ein mächtiger Punch für einen wilden Abend in der Taverne.

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