Leuchtend orange im großen Weinglas, randvoll mit Eis und einer dicken Orangenscheibe: So sieht Feierabend auf einem venezianischen Campo aus. Bittersüß, leicht prickelnd und mit wenig Alkohol, gemacht für die Stunde vor dem Abendessen.
4,2Redaktionswertung
Geschmack4,2
Balance4,1
Einfachheit4,9
Beliebtheit98
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Den Aperol dazugeben, er vermischt sich beim Absinken fast von selbst.
Mit einem Schuss kaltem Sodawasser abschließen.
Einmal sanft umrühren und mit einer Orangenscheibe garnieren.
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Zubereitung im Video
Aperol Spritz
Geschmack
Bittersüße Orange und Rhabarber vom Aperol, trockene Frucht und feine Perlage vom Prosecco, dazu ein klarer, leicht bitterer Abgang. Erfrischend und leicht.
Geschichte und Herkunft
Die Spritz-Tradition reicht ins 19. Jahrhundert zurück, als Venetien zum österreichischen Kaiserreich gehörte. Österreichische Soldaten und Reisende sollen die kräftigen einheimischen Weine mit einem "Spritzer" Wasser verdünnt haben, und mit der Zeit wurde daraus ein Drink aus Wein, Soda und einem Bitterlikör.
Aperol selbst brachten die Brüder Barbieri 1919 in Padua auf den Markt, einen leuchtend orangen Aperitif mit weniger Alkohol als Campari. Mischungen mit Schaumwein und Soda wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in Venetien beliebt. Weltweit bekannt wurde der Aperol Spritz in den 2000er-Jahren, angetrieben von großen Werbekampagnen, nachdem die Campari-Gruppe die Marke 2003 übernommen hatte. Die IBA führt ihn als "Spritz" in der Kategorie New Era.
Tipps vom Barkeeper
Erst Prosecco, dann Aperol, sonst setzt sich der Likör am Boden ab.
Das Glas bis oben mit Eis füllen: Viel Eis schmilzt langsamer und hält den Drink frisch.
Einen trockenen Prosecco (Brut) wählen. "Extra Dry" ist paradoxerweise süßer und macht den Drink klebrig.
Varianten
Campari Spritz
Derselbe Aufbau mit Campari, bitterer und tiefer rot.
Select Spritz
Der Liebling der Venezianer mit Select Aperitivo, traditionell mit grüner Olive garniert.
Die IBA nimmt 90 ml Prosecco, 60 ml Aperol und einen Schuss Soda. Viele Bars folgen der einfachen Regel 3, 2, 1: drei Teile Prosecco, zwei Teile Aperol, ein Teil Soda.
Wie stark ist ein Aperol Spritz?
Etwa 8 bis 10 % vol., durch Eis und Soda leichter als ein Glas Wein.
Geht auch Champagner statt Prosecco?
Ja, aber das fruchtige, weiche Profil des Prosecco ist traditionell und passt besser zum Aperol.