Cocktails mit Absinth

Absinth ist eine starke Spirituose mit Anis und Wermutkraut, berühmt aus der Belle Époque und unverzichtbar in Klassikern wie Sazerac, Corpse Reviver No. 2 und Death in the Afternoon. Hier findest du Absinth-Cocktails, vom dezenten Ausschwenken des Glases bis zu Drinks, in denen er die Hauptrolle spielt. Dazu gibt es das traditionelle Wasserritual und Hinweise, wie viel Absinth ein Drink wirklich braucht.

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Was Absinth ist

Absinth ist eine destillierte Spirituose, die mit Wermutkraut (Artemisia absinthium), grünem Anis und Fenchel aromatisiert wird, oft ergänzt durch weitere Kräuter. Er wird meist sehr stark abgefüllt, häufig mit 45 bis 74 Prozent. Grüner Absinth bekommt seine Farbe durch Kräuter, die nach der Destillation darin ziehen, klarer Absinth, oft Blanche genannt, verzichtet auf diesen Schritt.

Geschichte und Verbot

Im 19. Jahrhundert wurde Absinth in Frankreich und der Schweiz enorm populär. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde er in mehreren Ländern verboten, darunter die Schweiz, die USA und Frankreich. In Europa fielen die Verbote ab den 1990er Jahren, in den USA 2007. Heute begrenzen Vorschriften den Gehalt an Thujon, dem Stoff aus dem Wermutkraut, dem man früher die Wirkung zuschrieb. Als eigentliches Thema gilt inzwischen der hohe Alkoholgehalt.

Louche und Ritual

Traditionell tropft man langsam kaltes Wasser in den Absinth, manchmal über einen Zuckerwürfel auf einem Absinthlöffel. Der Drink wird milchig und opalisierend, man nennt das Louche, weil sich die Kräuteröle ausscheiden. Üblich ist etwa 1 Teil Absinth auf 3 bis 5 Teile Wasser.

Absinth im Cocktail

Weil er so intensiv ist, wird Absinth oft sparsam eingesetzt:

Die richtige Flasche

Wähl einen destillierten Absinth mit echtem Wermutkraut. Finger weg von sehr billigen, künstlich gefärbten Produkten. Zum Ausschwenken kannst du notfalls Pastis oder einen anderen Anisbrand nehmen, der Geschmack ist dann aber ein anderer.